Wie Naturvölker die Aloe Vera nutzen

Die Maya in Mexiko messen der Aloe Vera eine ganz besondere Bedeutung zu. Das mittelamerikanische Naturvolk sieht in der Pflanze übersinnliche Kräfte und setzt sie einer Schamanin gleich. Aloe Vera – magische Macht?

 
 
  

Naturvolk der Maya sieht in der Aloe Vera eine Seele

Das Naturvolk der Maya in Mexiko misst der Aloe Vera eine besondere Bedeutung zu. Es setzt die Aloe Vera mit einer „Schamanin“ gleich – einer „Heilerin“. Nach Ansicht der Maya bringt sie dem Menschen allgemeinen Schutz gegen Krankheitsrisiken.

Schaut man etwas genauer hin, dann ist es nicht primär die Pflanze, der diese Heilkräfte zugeschrieben werden – sondern vielmehr der Seele der Aloe Vera. Sie wird auch Pflanzengeist genannt.

Der Ethnopharmakologe Dr. Christian Rätsch hat drei Jahre bei den Mayas gelebt und ihre Kultur untersucht. „Die Volksmedizin der Maya geht von einer vollständig anderen Weltanschauung aus als wir Europäer“, erklärt er. Die Mayas würden die Welt in einen sichtbaren und einen nicht sichtbaren Teil einteilen.

Geister als Krankheitsursache?

Der nicht sichtbare Teil sei die Welt der Geister und Seelen. In ihr fänden sich die Ursachen für Krankheiten, an denen Menschen leiden. Eine Anwendung von Aloe Vera sei somit über den Einsatz von Wirkstoffen hinaus eine Anwendung des Pflanzengeistes, um die Störung in der nicht sichtbaren Welt zu beseitigen. Diese Tradition der Maya ist in Mexiko bis heute weit verbreitet. Noch immer hängen Mexikaner Aloe Vera-Blätter über die Eingangstüren ihrer Häuser und Wohnungen, um Krankheiten vorzubeugen. Der starke Geist der Aloe Vera soll, so die Überlieferungen, böse Geister abwehren, die Krankheiten auslösen könnten.