Was Hunde krank macht

HD, Staupe, Zeckenbisse - Hundekrankheiten haben unterschiedlichste Ursachen. Mit der richtigen Ernährung kann man sie bestmöglich schützen.

 
 
  

Borreliose

Die Borreliose wird durch ein Bakterium übertragen, das im Innern von Zecken lebt. Sie tritt nicht nur bei Hunden, sondern auch bei anderen Haustieren auf, ist auch als Lyme-Borreliose oder Lyme-Disease bekannt. Zu den Symptomen zählen Schlappheit, Durchfall und Gelenkentzündungen, die zu einem krummen Rücken führen können. In einem späterem Stadium kann sogar die lebensgefährliche Hirnhautentzündung auftreten. Eins der wenigen typischen Erkennungszeichen der Borreliose ist die so genannte Wanderröte – eine Hautrötung um die Bissstelle herum, die auch an anderen Stellen der Haut auftauchen kann.

Hüftgelenksdysplasie

Vor allem genetische Ursachen und falsche Ernährung können zur  Hüftgelenksdysplasie (HD) führen, die bei großen oder übergewichtigen Hunden am häufigsten und bei manchen Rassen bei bis zu 50 Prozent aller Tiere vorkommt. Diese Fehlentwicklung der Hüftgelenke zeigt sich in Schmerzen und Einschränkungen der Beweglichkeit. Wenn Hunde sich häufig hinsetzen oder keine längeren Spaziergänge machen wollen, kann dies ein Hinweis auf HD handeln.

Leptospirose

Von Leptospiren (Bakterien) befallene Hunde reagieren höchst unterschiedlich. Manche zeigen keinerlei Symptome und scheiden die Erreger beim Gassi gehen wieder aus. Manche erkranken nur leicht. Andere müssen einen kompletten Krankheitsverlauf inklusive Spätfolgen über sich ergehen lassen. Leptospiren setzen sich in den Nieren fest, führen beim Hund zu allgemeiner Schwäche, Futterverweigerung, Erbrechen und Fieber. Sogar chronische Nierenschäden sind möglich.

Magendrehung

Schlaffheit und Schwäche des Magens und seiner Aufhängesysteme können zur lebensgefährlichen Magendrehung führen, die besonders bei älteren Hunden mit tiefem Brustkorb vorkommt. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Magenschlaffheit zu einer Verkettung ungünstiger Faktoren führt: Die Entleerung des Magens dauert länger, Gas bildende Keime wie Streptokokken, Milchsäure-Bakterien, Hefen und Clostridien greifen in die Umwandlung des Mageninhalts ein und bewirken eine erhöhte Gasbildung, die massiven und quälenden Druck auf die Magenwand ausübt. Zu den Risikofaktoren gehören Vererbung, zu schnelles Fressen und nur eine große Mahlzeit pro Tag.

Parvovirose

Parvoviren dringen über die Maul- und Nasenschleimhaut in den Körper eines Hundes ein, befallen vor allem sein Immunsystem und die Darmschleimhaut. Erste Symptome sind Schlappheit und leichtes Fieber, es folgen Erbrechen und Durchfall. Der Befall des Herzmuskels mit den Viren kann zu akutem Herz-Kreislauf-Versagen und innerhalb von 24 Stunden zum Tode führen. Die Krankheit ist besonders gefährlich für Welpen und junge Hunde

Staupe

Ob Mensch, Marder oder Frettchen – mit Staupe können sich Hunde bei vielfältigen Überträgern anstecken. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die chronisch und in den seltensten Fällen heilbar ist. Wenn das Virus – wie bei der Parvovirose – über Maul- und Nasenschleimhaut übertragen ist, vermehrt es sich in den Mandeln oder Bronchiallymphknoten. Nach etwa einer Woche kommt es zum Ausbruch der Krankheit: Appetitlosigkeit, wässriger Augen- und Nasenausfluss, hohes Fieber und Haarausfall sind die ersten Symtome, die nervöse Staupe-Form kann schließlich zu Hirnschädigungen mit Krämpfen und Lähmungen führen.